Tipps für bessere Raumakustik

28. Oktober 2026

5 Tipps, wie Sie die Raumakustik Ihres Büros verbessern 

Das Telefon klingelt, nebenan wird ein Projekt besprochen, und im Hintergrund läuft der Drucker. Sie wollten sich eigentlich auf eine anspruchsvolle Aufgabe konzentrieren. Stattdessen lesen Sie denselben Absatz zum dritten Mal. 

Oft liegt das nicht an fehlender Disziplin, sondern am Raum selbst. Harte Oberflächen werfen Schall zurück, die Gespräche weit tragen. Gute Raumakustik lässt sich mit überschaubarem Aufwand verbessern. Diese fünf Schritte helfen Ihnen dabei. 

Tipp 1: Lärmquellen gezielt identifierzieren

Bevor Sie anfangen Maßnahmen zu ergreifen, sollten Sie wissen, woher der Lärm kommt. Eine einfache Begehung reicht oft schon aus: 

  • Gehen Sie zu verschiedenen Tageszeiten durch die Räume. 
  • Notieren Sie, wo Gespräche, Telefonate, Drucker oder laut schließende Türen am stärksten stören.
  • Achten Sie auf Schall, der von benachbarten Räumen oder Fluren kommt. 

Praxistipp: Lassen Sie Mitarbeitende eine Woche lang kurz notieren, wann sie sich gestört fühlten und wodurch. Daraus ergibt sich ein erstes Bild. 

Tipp 2: Schall an Decke und Wänden absorbieren

Harte, glatte Flächen verstärken den Nachhall. Schallabsorbierende Elemente schlucken einen Teil der Schallenergie, bevor sie sich im Raum ausbreitet. 

Geeignet sind zum Beispiel: 

  • Akustikdecken oder abgehängte Deckensegeln
  • Akustikpaneele an Wänden, auch als Bild- oder Pinnwandflächen gestaltet 
  • Textile Wandbespannungen, die es auch als dekorative Bilder gibt.
  • Akustikfilz als Gestaltungselement 

Diese Maßnahme wirkt vor allem auf den Nachhall. Gespräche sind danach im Raum leiser und klarer zu verstehen. 

Tipp 3: Böden nicht unterschätzen

Der Boden ist eine große Fläche und beeinflusst den Klang stark. Hartböden wie Parkett oder Fliesen reflektieren fast alles. Teppichböden und Teppichfliesen wirken dagegen dämpfend. 

Achten Sie dabei auf zwei Dinge: 

  • Trittschall: Schritte auf Hartböden übertragen sich schnell in den Raum darunter. 
  • Stuhlrollen: Schnelle Bewegungen am Schreibtisch sind auf harten Böden deutlich hörbar. 

Aha-Moment: Ein Teppich hilft nicht nur gegen Trittschall. Er verringert auch den Nachhall im Raum, sodass Stimmen weniger hallen. 

Tipp 4: Räume bewusst trennen und möblieren

Hier gilt eine wichtige Unterscheidung: Absorption verringert den Nachhall im Raum. Trennung verhindert, dass Schall von einem Bereich in den anderen wandert. Beides hilft, ist aber nicht dasselbe. 

Mögliche Maßnahmen: 

  • Stellwände oder Raumteiler zwischen Arbeitsbereichen
  • Regale oder Sideboards als Schallbarrieren zwischen Schreibtischen
  • Telefonboxen oder Rückzugsräume für Gespräche 
  • Sitzordnung so planen, dass Teams, die viel kommunizieren und telefonieren nicht direkt neben Teams sitzen, die meistens ruhig und über einen längeren Zeitraum konzentriert an einer Aufgabe arbeiten müssen.  

Tipp 5: Verhalten und Nutzung organisieren

Die beste Akustik nutzt wenig, wenn Räume falsch genutzt werden. Klare Absprachen sorgen dafür, dass alle Bereiche ihre Funktion erfüllen. 

Legen Sie für jeden Bereich fest, wofür er gedacht ist: 

  • Konzentrationszonen: Telefonieren und Gespräche sind tabu, Benachrichtigungen bleiben leise.
  • Meetingräume: Im Vorfeld buchbar, damit Gespräche und Meetings nicht in offenen Bereichen stattfinden. Praxistipp: Hier können digitale Raumbuchungssysteme insbesondere für spontane Meetings ein echter Mehrwert sein.
  • Kommunikationszonen: Bewusst als laute Bereiche ausweisen, damit die Konzentrationszonen frei bleiben. 

Ergänzend helfen Headsets für Telefonkonferenzen und eine kurze Abstimmung im Team, welche Zeiten für laute Absprachen passen. 

Fazit: Kleine Schritte, spürbare Wirkung 

Raumakustik ist kein Luxus, sondern eine Grundlage für konzentriertes Arbeiten. Sie müssen nicht alles auf einmal umsetzen. Beginnen Sie mit der Lärmanalyse, ergänzen Sie gezielt Absorption und Trennung und klären Sie die Nutzung im Team. 

Sie möchten die Akustik in Ihrem Büro gezielt verbessern? Unsere Experten kennen sich bestens damit aus. Gerne entdecken wir in einem unverbindlichen Gespräch Ihr Optimierungspotential.

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